Mein Auslandsaufenthalt in Kanada

Mein Name ist Vlad Prakopchyk. Ich bin 16 Jahre alt und besuche zurzeit die 10-te Klasse am Schlossgymnasium.

Die 2. Hälfte des Jahres 2018 verbrachte ich in New Brunswick, Kanada bei einer Gastfamilie. Hört sich heftig an, nicht wahr? Nun, das war es auch. Das erste Mal, dass ich etwas vom Thema Auslandsaufenthalt hörte, war ich 14 Jahre alt. Damals konnte man sich so etwas gar nicht vorstellen bzw. ich dachte über Dinge wie diese, welche für meine Zukunft wichtig sein könnten, gar nicht nach. Folgerichtig war meine Reaktion auf den Vorschlag meiner Eltern, eine längere Zeit im Ausland zu verbringen, eher negativ.

Irgendwo gab es die Verwunderung, dass es so etwas gab, auf irgendeine Weise war mein Interesse geweckt. Jedoch wenn man länger darüber nachdachte, dann kam in mir eine gewisse Aufregung auf, die man als Nervosität oder auch als Angst bezeichnen könnte. Wie am Anfang erwähnt, es klang alles sehr fern und absolut utopisch. Somit waren meine gemischten Gefühle absolut nachvollziehbar. Jedoch nach einer Weile überkam mich das Interesse so sehr, dass ich einwilligte zumindest mich darüber genauer zu informieren.

Nun ja, nach etwa 2 Monaten Überlegungs- und Informierungszeit entschied ich mich zu einem Bewerbungsgespräch (von der Organisation die das leitete) zu gehen. Was genau das Ziel des Gesprächs war, war mir vorher nicht bekannt. Nach langen 5 Stunden war es dann vorbei. Das Gespräch gab den potenziellen Teilnehmern genauere Informationen und es wurde beurteilt, ob man überhaupt an so einem Projekt teilnehmen sollte, also ob man bereit ist für die Herausforderung. Bei mir hat alles geklappt und so war es dann Zeit sich zu entscheiden: will man etwas machen, was einem in Zukunft helfen könnte in z.B. der beruflichen Laufbahn oder ist man doch nicht bereit für eine Herausforderung wie diese. Ich habe lange überlegt und letztendlich mich dazu entschieden mich der Herausforderung zu stellen und etwa zu erleben was nicht viele in meinem Alter ermöglicht bekommen.

Es folgten ein Telefonat mit meiner Gastfamilie und etliche E-Mails, bis es dann so weit war: 3 Wochen nach den Sommerferien war mein Flug. Diese Zeit war ich so aufgeregt wie noch nie. Als ich dann in Kanada war, fühlte sich zuerst alles ein bisschen seltsam an, die ganze neue Umgebung usw. Doch ich gewöhnte mich relativ schnell alles, da auch meine Gastfamilie sehr nett war. Dass alles auf Englisch war, bereitete mir kein Hindernis.

Auch das Schulsystem war relativ einfach (man hatte nur 5 Fächer), sodass ich auch hier ziemlich schnell den Anschluss fand. Ich fuhr oft auf Ausflüge in die Natur oder zu Sehenswürdigkeiten, generell mein gesamter Aufenthalt hat sich als sehr spannend gestaltet. Die Menschen dort sind sehr nett und ich hatte viele Freunde zu denen ich immer noch Kontakt habe.

Insgesamt kann ich nichts Negatives über meinen Auslandsaufenthalt sagen und empfehle jedem so etwas auszuprobieren, denn es lohnt sich.