Digitale Medien erleichtern unser Leben in vielen Bereichen, und niemand möchte mehr auf die gewonnenen Annehmlichkeiten verzichten. Um diese genießen zu können, ist es aber unumgänglich, sich auch mit der Schattenseite der digitalen Welt auseinanderzusetzen. Wir möchten Kinder und Jugendliche mit unseren Jugendmedienschutz-Programmen dazu bringen, digitale Gefahren sicher zu umschiffen. Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick über unsere Aktivitäten, die stetig erweitert werden.

Ansprechpartner für den Jugendmedienschutz am Schlossgymnasium sind Herr Dr. Drakoudis, Herr Frank, Herr Schön, Herr Siehr und Herr Stadler. Sie werden von den Medienscouts, speziell geschulten Schülerinnen und Schülern, unterstützt.

Eine wesentliche Aufgabe bei der Medienerziehung kommt aber Ihnen als Eltern zu. Daher die eindringliche Bitte: Interessieren Sie sich dafür, wie Ihre Kinder ihre Zeit im Internet verbringen und halten Sie sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden. Nur in Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus kann Medienerziehung fruchten.

Ist mein Kind reif für ein Smartphone?

Die Initiative klicksafe.de hat eine Checkliste zusammengestellt, die auflistet, was ein Kind können sollte, bevor es ein eigenes Smartphone bekommt. Auf der klicksafe-Seite finden Sie auch weitere Informationen zu Fragen der Handynutzung durch Kinder und Jugendliche.

Checkliste: Ist mein Kind reif für ein Smartphone?  

Handy-Regelung am Schlossgymnasium

Grundsätzlich untersagt die Hausordnung die Handynutzung auf dem Schulgelände. Damit wollen wir sowohl eine ungestörte, konzentrierte Arbeitsatmosphäre erzielen als auch die persönliche Kommunikation stärken. Oberstufenschülerinnen und -schülern ist es allerdings erlaubt, ihr Mobiltelefon im Oberstufenraum zu benutzen. In begründeten Ausnahmefällen kann eine Lehrkraft auch einer jüngeren Schülerin oder einem jüngeren Schüler gestatten, das Handy kurz zu benutzen.

Selbstverständlich werden Mobilgeräte darüber hinaus auch unter Anleitung der Lehrkräfte im Unterricht eingesetzt. Neben der Möglichkeit einer schnellen Recherche können eigens entwickelte Lern-Apps den Unterricht bereichern.

Jahrgangsstufe 5: Soziale Netzwerke und Messenger sicher nutzen

Schon Fünftklässer nutzen soziale Netzwerke, vor allem aber Messenger für ihre Kommunikation. In der Jugendmedienschutzveranstaltung für ihre Jahrgangsstufe reflektieren sie, welche privaten Informationen man preisgeben kann und welche man dagegen für sich behalten sollte. Sie lernen, wie sichere Profileinstellungen vorgenommen werden können und so z.B. das Profil nur für den Freundeskreis sichtbar ist.

Die Jugendmedienschutzveranstaltung wurde von unseren Medienscouts entwickelt und wird von ihnen durchgeführt.

Jahrgangsstufe 6: Cybermobbingprävention

Cybermobbing kann viel gravierender als herkömmliches Mobbing sein, weil das Opfer ihm nirgends entgehen kann, die erniedrigenden Äußerungen einen viel größeren Kreis von Adressaten erreichen und Spuren im Internet nur schwer zu tilgen sind. Wir bemühen uns daher, in eintägigen Workshops den Sechstklässerinnen und Sechstklässern zu vermitteln,

  • was (Cyber-)Mobbing ist,
  • welche Rollen es beim Mobbing gibt,
  • wie man sich vor Cybermobbing schützt,
  • welche Folgen Cybermobbing für das Opfer aber auch für den Täter hat.

Die Workshops wurden von den Jugendmedienschutzberatern des Schlossgymnasiums entwickelt und werden von den Klassenleiterteams durchgeführt.

Jahrgangsstufe 7: Datenschutz

In einem Workshop, den Mitarbeiter des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Rheinland-Pfalz durchführen, lernen die Schülerinnen und Schüler, sorgsam mit ihren privaten Daten umzugehen. Anhand von Themen wie Data Mining erfahren sie, dass “kostenlose” Angebote meist mit der Preisgabe privater Informationen bezahlt werden.

Medienscouts

Wir sind die erste Generation von Medienscouts am Schlossgymnasium und wurden dazu ausgebildet, Schülerinnen und Schülern bei Problemen und Fragen zur Medienwelt weiterzuhelfen. Uns kann man zu Themen wie zum Beispiel Cybermobbing einfach direkt ansprechen oder uns per EMail unter medienscouts@schloss-online.eu erreichen.

In einer zweitägigen Ausbildung haben wir gelernt, zu Medienthemen zu recherchieren und die Informationen in z.T. spielerisch angelegten Präsentationen zu vermitteln.

Generell versuchen wir, Phänomenen wie Cybermobbing vorzubeugen und den Schülern genau zu erklären, um was es sich dabei handelt. Hierbei ist das Ziel, den Schülern einen gewissenhaften Umgang mit ihren Daten im Internet beizubringen.

Mats Dormann, Kristina Gasthofer

 

Elternarbeit

In jedem Schuljahr findet mindestens ein Elternabend zu Medienthemen statt, meistens mit einer externen Referentin oder einem externen Referenten. Die Elternabende werden vom Schulelternbeirat organisiert. Ein Austausch zwischen den Eltern über die Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen findet natürlich auch auf den regulären Klassenelternabenden statt.

Sonstige Aktivitäten

Im Schuljahr 17/18 besuchten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 eine Live-Hacking-Veranstaltung im Kurfürstlichen Schloss. In dieser von der Initiative Sparda Surf Safe organisierten Veranstaltung demonstrierte der professionelle Hacker Erwin Markowski eindrücklich, wie leicht es ist, in schlecht abgesicherte Mobilgeräte einzudringen, um Daten abzugreifen oder zu manipulieren.

In den meisten Klassensälen sensibilisieren großformatige Plakate für Themen wie illegale Downloads, Identitätsmissbrauch, Cybermobbing u.ä.

Links zu weiterführenden Informationen

Die wesentlichen Themen, knapp aufbereitet auf den Seiten von Sparda Surf Safe

Material von Sparda Surf Safe  

 

Sehr umfassendes und didaktisch aufbereitetes Material der Initiative klicksafe.de

Material von klicksafe.de  

 

Sehr ausführlich: Das Handbuch Jugendmedienschutz von Günter Steppich, Referent für Jugendmedienschutz beim Hessischen Kultusministerium

Handbuch Jugendmedienschutz