Schüleraustausch mit Las Palmas – Gran Canaria – 2017
Ein etwas anderer Bericht von Ayda Ali Ashrafi Jodat und Lilli Holzhäuser

Hinreise und erste Eindrücke

Unsere Hinreise nach Gran Canaria am 28.04.2017 begann sehr früh:
15 Mädels (also 13 Schülerinnen, Frau Keller und Frau Deißroth) trafen sich ziemlich verschlafen um 5:50 Uhr morgens (!!!) am Frankfurter Flughafen. Das erste Drama ließ nicht lange auf sich warten… eines der Prinzesschen hatte seine ganze Schminke vergessen. Ansonsten gab es aber keine Turbulenzen und die Laune stieg noch, als wir am Flughafen von Las Palmas mit Luftballons und Plakaten von unseren Austauschpartnern herzlich empfangen wurden. Doch von wegen Ausruhen und eine heiße Dusche nehmen… Koffer abstellen und los ging’s, noch ziemlich zerknittert vom Flug, durch Las Palmas. Beim typisch spanischen Burgeressen fiel uns als Erstes auf, wie günstig und gut das Essen hier war. Das war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass wir beim Rückflug alle 5 Kilo mehr wogen.
Wir fühlten uns auch ansonsten fast alle sofort wie zuhause und bekamen teilweise sogar die Haustürschlüssel zu den Wohnungen unserer compañeros.

Die Plaza Santa Ana in Las Palmas

Nach einer sehr kurzen ersten Nacht (weil die Spanier immer erst um 22 Uhr nachts zu Abend essen) trafen wir uns am nächsten Morgen zu einem gemeinsamen Frühstück in der Partnerschule Mesa y Lopez, bei dem die ersten Eindrücke ausgetauscht wurden. Auch die für uns etwas merkwürdigen Getränke, wie zum Beispiel die Saftmilch, sorgten für Gesprächsstoff. Das Frühstück wurde, wie jede Schulstunde, durch die besondere Schulklingel, einen fröhlichen Song, beendet. Danach ging es zu einem gemeinsamen Rundgang durch die Altstadt von Las Palmas und zur Führung im Kolumbus-Museum.

Ausflüge

Wir Mädels waren in den zehn Tagen auf abwechslungsreichen Exkursionen, auf denen wir uns immer besser kennenlernten und sich neue Freundschaften bildeten. Manchmal mussten unsere Austauschpartner währenddessen in der Schule bleiben und ackern.

Der Strand von Anfi del Mar

Natürlich war für uns der schönste Ausflug der an den Strand von Anfi del Mar, als unsere entspannten Lehrerinnen das Tagesprogramm änderten und wir gemeinsam mit unseren compañeros einen ganzen Tag am Meer verbrachten. Dazu muss man sagen, dass wir das ursprüngliche Programm – das Naturreservat von Maspalomas erkunden und dann den Mittag an der Playa del Inglés verbringen – aufgrund des sehr starken Winds nicht machen konnten. Trotzdem haben wir uns auf der Rückfahrt die Dünen anschauen können. Natürlich gingen am Strand von Anfi einige von uns auf Entdeckungstour und Katharina kam mit einem Seeigel im Fuß zurück. Derweil rettete Lilli Ayda, der die Saftmilch nicht bekommen war und die deshalb „das Keramiktelefon benutzen“ musste.
Die übrigen Tage verliefen ohne weitere Zwischenfälle: Wir haben uns neben der Stadt noch die Bananenplantage von Don Vicente und die Kooperative der Bananenbauern, das archäologische Museum von Gáldar, wo wir viel über die Ureinwohner Gran Canarias lernten, und die Keks- und Schokoladenfabrik der Firma Tirma angeschaut. Wir sind auf den Roque Nublo gewandert und haben uns einen Jugendfilm auf Spanisch im Kino angeschaut.

Am Fuß des Roque Nublo auf ca. 1800 msnm

 

Tägliches Leben in Spanien

Die Nachmittage und Abende verbrachten wir in der Gruppe, die immer fester zusammenwuchs, sehr oft am Strand oder wahlweise auch bei den Spaniern zuhause, ganz nach dem Motto „Mi casa es tu casa“. Wir lernten uns immer besser kennen und unterhielten uns in einem Mischmasch aus Spanisch, Deutsch und Englisch. Trotz der vielen Unterschiede merkten wir, dass eine Sache wohl überall gleich bleibt: die Teeniedramen. Wer dazu Näheres wissen möchte, kann uns gerne ansprechen 🙂

Die Rückreise

Als wir uns am letzten Tag auf den Weg zum Flughafen machten, ahnten wir nicht, was uns auf der Rückreise erwarten würde…

Verlängerung in Madrid

Nachdem wir uns von unseren compañeros verabschiedet hatten, dauerte es sehr lange, bis wir unseren Rückflug tatsächlich antreten konnten, da unser Flugzeug über eine Stunde Verspätung hatte. Wir kamen also so verspätet in Madrid an, dass wir unseren Anschlussflug nach Frankfurt verpassten. Da es der letzte Flug nach Frankfurt war, mussten wir tatsächlich in Madrid übernachten. Nachdem wir von der Fluggesellschaft alle nötigen Tickets bekommen, unsere Koffer und den Shuttlebus gefunden hatten, kamen wir in unserem 4-Sterne(!)-Hotel an. An Schlafen dachten nach dem Nachtessen aber nur die Wenigsten, die Fiesta ging auf den Zimmern munter weiter bis, wir uns morgens um 4:40 wieder in der Lobby trafen. Da ein paar Langschläferinnen nicht aus dem Bett kamen, blieb auch der zweite Anlauf zur Rückreise spannend. Nachdem alle dann am richtigen Terminal angekommen und alle Koffer aufgegeben waren, saßen wir endlich und pünktlich im Flieger nach Frankfurt. Wieder ziemlich müde und zerknittert kamen wir dort dann zum Glück nur 12 Stunden verspätet an.

Fazit

Alles in allem war der Austausch eine tolle Erfahrung und wir freuen uns schon sehr auf den Besuch der Spanier in Mainz.

Vor den Dünen von Maspalomas